Bodenständig
mit Beat im Blut – Nick Wallner
Dominik Oberwallner ist Tegernseer durch und durch. Mit seiner Musik verbindet er Heimatliebe und Countrysound.
Text: Kathrin Wolff/Fotos: PR

Schon mit 14 Jahren schreib Nik die ersten Songs selbst. Foto: PR
Wenn es um seine Heimat geht, gerät er schnell ins Schwärmen. „Das hier ist mein Leben, hier sind meine Freunde und meine Familie und so viele schöne Erinnerungen“, freut sich der 32-jährige Bayer. In den vergangenen Jahren hat er sich als Nik Wallner einen Namen als Musiker gemacht. Er stand sogar schon auf der großen The-Voice-of-Germany-Bühne.

Bodenständig mit Beat im Blut
Foto: PR
Die Musik
Die Leidenschaft zur Musik begann bei Nik Wallner schon während seiner Zeit an der Grundschule, als seine Eltern ihn fragten, welches Instrument ihn interessieren würde. „Ich habe nachgedacht und bin auf die Gitarre gekommen. Die kann man lässig mitnehmen und überall wieder auspacken, das ist ja beim Klavier etwas schwieriger und auf Blockflöte hatte ich keine Lust“, erinnert er sich. Der Unterricht machte ihm Spaß und dennoch kühlte die Lust zu Üben auf dem Gymnasium etwas ab. „Da war ich echt mit anderen Dingen beschäftigt.“ Damals war die Gitarrenmusik im Tegernseer Tal stark mit der Volksmusik verbunden. „Das war gar nichts für mich, da habe ich pausiert.“ Es mussten ein paar Jahre vergehen, bis Nik wieder zur Gitarre griff. Seine Mutter bestärkte ihn und suchte einen Gitarrenlehrer für ihn. „Das war dann wirklich toll, er hat mir nicht nur das Gitarrenspiel beigebracht, er hat mich auch zum Singen gebracht. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ich das überhaupt kann“, erzählt der Musiker. Cat Stevens „Father and Son“ war der erste Song, den er mochte, und der war zum Glück fernab der Volksmusik. Als es dann mit rund 14 Jahren um die erste Liebe und viel Verliebtheit ging, fing er an, selbst Songs und Texte zu schreiben. „Oh mein Gott, die alten Songs sind mir erst kürzlich in die Hände gefallen. Das ist wirklich an Kitsch und Schmonzette nicht zu übertreffen. Aber eben auch sehr lustig und eine schöne Erinnerung an die Zeit damals.“
The Voice of Germany
Auf einer Party lernte er Moritz Häußinger kennen, seinen späteren Partner bei The Voice of Germany. „Ich hatte auf der Party meine Gitarre dabei und Moritz hat mich angesprochen, ob ich ihm das Instrument beibringen kann“, so Wallner. Als die beiden später anfingen zusammen zu singen, merkten sie, wie gut ihre Stimmen harmonieren und gründeten die Formation „Down & out“. Fast schon heimlich meldet Moritz die beiden für das Vorcasting der TV-Show „The Voice of Germany“ an. „Ich glaube, er hat mich nicht ins Boot geholt, weil er wusste, dass ich das niemals gemacht hätte, solche Casting-Shows waren nicht mein Ding“, vermutet Nik. Damals war er 21, das eingesandte Video veranlasste die Organisatoren der Show dazu, die beiden Männer einzuladen. „Da ging das Ganze los. Mehrere Castings, bis wir 2014 wirklich auf der großen Bühne, in Tegernseer Tracht, bei den Blind Auditions standen.“ Mit dem Song: ‚Hey there Delilah‘ konnten die Musiker bei der Jury punkten. Rae Garvey holte sie sich in sein Team. In den Knock-outs wechselten sie in das Team der Fanta 4. „Es lief wirklich sehr gut für uns, aber ich musste eine Entscheidung treffen, denn ich hatte einen Ausbildungsvertrag bei der Tegernseer Kreissparkasse unterschrieben. Leider haben wir The Voice dann abgebrochen. Die Lehre war mir wichtig“, erklärt Nik Wallner. Neben seiner Ausbildung spielte er zusammen mit Moritz Konzerte im Oberland.

Nik, der Solo-Künstler
Doch schon bald trennten sich ihre Wege. Durch ein Youtube-Video von Nik Wallner wurde sein heutiger Produzent, Tom Olbrich, auf ihn aufmerksam. „Er hatte die Idee, klassische Country-Musik mit bayrischem Pop zu kombinieren. Seit 2019 arbeiten sie zusammen. Deutscher Country vereint sein Lebensgefühl und seine Heimatliebe mit der Musik. „Es entspricht meinem Musikgeschmack.“ Von seiner Plattenfirma Warner Music Germany hat er sich getrennt und ist nunmehr als freier Künstler unterwegs. „Downloads bei Streamingdiensten wie Spotify, Amazon Music oder Apple-Music sind mir nicht wichtig, die Zahlen bedeuten mir nicht viel. Aber vor Publikum zu stehen und zu hören, wie die Refrains mitgesungen werden, das ist mir mehr wert als alles andere“, zieht er Resümee. Im April 2020 kam seine erste Single „Hell Yeah“ heraus, es folgten drei weitere Songs, „Sommerliebe“ „Nashville Tegernsee“ und „Landweilig“. Beim ADAC-Truck-Festival hatte er sogar einen Auftritt vor mehr als 50.000 Zuschauern als Vorprogramm für den Headliner „Truck Stop“. Für solche Events nahm sich der Tegernseer Künstler bei seinem ehemaligen Arbeitgeber frei und war dankbar, dass er vor einem so großen Publikum spielen durfte. „Es war der Wahnsinn, wie die Festival-Besucher spontan mitgesungen und ihre Begeisterung unmittelbar gezeigt haben“, freut er sich noch immer. Beim Tollwood-Festival in München trat er mit seiner Band im Vorprogramm von Rea Garvey auf. „Seit ‚The Voice‘ sind wir sehr freundschaftlich verbunden. Es ist toll, dass er uns schon öfter in sein Vorprogramm genommen hat“, erzählt Nik. Corona machte Nik einen bitteren Strich durch die Rechnung. Viele Konzerte fielen aus. „Das ist dann wirklich schwierig, weil man ja nur auf Konzerten und Festivals auf sich aufmerksam machen kann. Nach solchen Events werden die Titel dann gestreamt“, weiß Nik.
Sein Album „Landkarte“ kam heraus, leider ohne den erhofften durchschlagenden Erfolg. „Ich hätte mir natürlich mehr Reichweite gewünscht, weil die Qualität der Produktion sehr hoch war. Auch die Streamingzahlen lagen unter den Erwartungen,“ erzählt er. „In dieser Zeit haben viele andere Künstler auch gekämpft. Wenn man auf dem Sprung ist, ernsthaft Musik zu machen, und man nicht auftreten kann, um die Musik unter das Volk zu bringen, funktioniert das einfach nicht.“
Das vermindert nicht im Geringsten seine Lust auf die Musik. Die Musik ist und bleibt seine große Leidenschaft. „Es wäre freilich ein Traum, irgendwann von der Musik leben zu können, aber bis dahin bin ich sehr gerne im Rathaus tätig. Ich mag meine Kunden und die Sicherheit“, erklärt Nik Wallner.
Informationen auf Instagram unter @nikwallnerofficial und im Internet unter www.nikwallner.de.

Nik kombiniert klassische Country-Musik mit bayerischem Pop
Foto: PR
Brauen und Wimpern Styling
Das Styling von Wimpern und Brauen ist auch am Tegernsee der große Trend.